fufu’s blog – über alles und nichts

mal wieder neu – mal wieder wild … Über Fussball, Aufgeschnapptes und alles andere, das bewegt.

Immer geht es nur um Opel. 1 April, 2009

Wie die Überschrift schon sagt: Immer geht es nur um Opel.
In den Medien, in der Politik.

Man hört nur Berichte darüber, was alles unternommen werden soll, um Opel zu retten. Gelegentlich geht es zwischendurch noch um die Hypo Real Estate, die ich aber mal außen vor lasse, weil es eine Bank ist und wir seit Kurzem von Worten wie „Systemrelevanz“ ja nur so bombardiert werden.

Wer redet eigentlich endlich mal über den Mittelstand?
Wikipedia sagt:

Der Mittelstand in der Bundesrepublik Deutschland umfasst nach quantitativer Definition

  • rund 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen knapp
  • 65,9 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt sind,
  • rund 38,3 % aller Umsätze erwirtschaftet werden sowie
  • rund 83,0 % aller Auszubildenden ausgebildet werden.[1] [2]

Betrachtet man hingegen nur die Familienunternehmen, sprich den Mittelstand nach qualitativen Kriterien, zeigt sich die volkswirtschaftliche Bedeutung anhand folgender Zahlen:

  • Etwa 95 Prozent der in Deutschland ansässigen Betriebe und Unternehmen werden als Familienunternehmen geführt.
  • Sie tragen mit einem Anteil von etwa 41,5 Prozent zum Umsatz aller Unternehmen bei und stellen
  • 57 Prozent der Arbeitsplätze.[3]

Soso. Der Mittelstand, sprich die kleinen und mittleren Unternehmen, stellen also 65,9% der Arbeitsplätze. Ganz schön viel. Weiß das eigentlich keiner?
Wann wird mal darüber gesprochen, wie man dem Mittelstand helfen kann?

Wenn ich dann, wie gestern, Herrn Scholz im TV herumspazieren sehe, der sich damit brüstet, dass die Kurzarbeitsbedingungen vereinfacht wurden und man nun x Monate länger Kurzarbeit als Unternehmer anmelden kann…Naja. Dann frage ich mich schon, ob der Mann überhaupt mal in der freien Wirtschaft tätig war und falls ja, wieviel er so mitbekommen hat. Da wird immer der Zeigefinger erhoben „Da werden Leute entlassen, dabei haben wir doch die Kurzarbeit so attraktiv gemacht.“. Glauben unsere Politiker (und das Volk?!) eigentlich, dass Unternehmer aus Spaß an der Freude Arbeitsstellen abbauen? Oder der einzige Grund für Stellenabbau Gewinnmaximierung ist? Vielleicht ist das bei den großen Konzernen so, mit denen die Politiker größtenteils in Berührung kommen, beim Mittelstand geht es derzeit ums Überleben. Da hilft einem auch keine Kurzarbeit, wenn man keine neuen Aufträge mehr reinbekommt und kein Geld mehr hat, um die Mitarbeiter zu bezahlen.
Scholz’ Aussage war: „Kein Unternehmer, der noch Hoffnung hat, wird entlassen, bevor er nicht Kurzarbeit anmeldet.“. Aha? Ich möchte mal die Frage in den Raum stellen, wie man als mittelständischer Unternehmer derzeit Hoffnung haben soll, wenn es darum geht, das Unternehmen irgendwie durch die Krise zu bringen. Der einzige Weg ist Kosten einzusparen und leider ist es in Deutschland nunmal so, dass Personalkosten der größte Block sind, den man Monat für Monat aufwenden muss. Also ist das die letzte Konsequenz wo man noch sparen kann, wenn man ansonsten schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat.

So lange der Staat darüber diskutiert, wie bei Opel Steuergelder verbrannt werden sollen, kann der Mittelständler keine großen Hoffnungen haben. Zumindest keine auf Hilfe.
Auch das Abwrackprämien nur Strohfeuer sind und nur funktionieren, wenn sie eingebettet sind in langfristige Maßnahmen, scheint jeder gekonnt zu ignorieren. Der Absturz der Autoheimer folgt dann eben 2010, wenn die Abwrackprämie nicht mehr gezahlt wird. Und dann wird die Landung in der Realität noch härter. Bis dahin müssen Maßnahmen der tollen „Konjunkturpakete“ greifen. Auch hier ist wohl eher das Wort „Hoffnung“ angebracht.

Man merkt auch, dieses Jahr ist wieder einmal Wahljahr und man versucht bereits jetzt, nur möglichst populsitisch aufzutreten. Unangenehm ist unangesagt. Und echte Entlastung von der Politik ist erst einmal nicht zu erwarten.

Es gilt wie immer: Man muss sich selber aus der Scheiße ziehen.

 

DSDS – Die Partyhits 23 März, 2009

Letzten Samstag fand, wie jeden Samstag, die nächste Live-Show von „Deutschland sucht den Superstar“ statt. Das Motto dieses Mal lautete „Partyhits“, auch wenn das der Show nicht unbedingt anzumerken war. Die wenigsten Kandidaten trauten sich, einen fetzigen Song zu wählen, sondern zogen es vor, sich mit etwas einfacheren Nummern durch die Show zu dudeln.

Bereits vor der Show wurde ordentlich breit getreten, dass sich nach Annemarie nun auch Benny für die Bildzeitung halb nackig gemacht hat (sogar zusammen mit seinem schwulen „besten Freund“). Gähn.
Holger hat sein Seepferdchen gemacht. Wahnsinn. Aber mit irgendwas muss man die Sendezeit ja füllen und immerhin sind diese Trailer auch noch besser zu verkraften, als das ständige Dummgeschwätz von Schreyl.

Sarah Kreuz eröffnete dieses Mal die Mottoshow mit „I will survive“, okay, Partyhit, ja gut. Kann man durchgehen lassen, die Performance wie gewohnt gesanglich auf dem oberen Level, ansonsten eben wie immer unterkühlt und ein bisschen gelangweilt. Mag auch sein, dass das nur so rüberkommt, aber naja. Wieder einmal ein Einspieler von der gescheiterten Beziehungsnummer, weswegen der Titel ja so gut passe, blabla. Wird langsam fast so nervig wie die sonst angeblichen Liebesbeziehungen innerhalb von DSDS.
Ach ja, ein bisschen Augen auskratzen gab es noch, weil Annemarie natürlich seit der letzten Sendung zur absoluten Buh-Frau erklärt wurde. Hat GNTM Charakter, wie sich nun alle in die Pfanne hauen, das sagte ich ja schonmal bereits.
Highlight war, dass Dieter Bohlen Bruce Darnell eingeladen hat, um Sarah zum Einen besseres Englisch beizubringen, zum Anderen „wie man sich bewegt“. Sexy, sexy, sexy, Bruce ist nunmal einfach Bruce und Bruce gehört in Castingshows wie Ketchup zu Pommes.

Benny durfte dann auch in die Manege auf die Bühne und blieb glücklicherweise angezogen. Er hupste fröhlich „What is love“ gröhlend über die Bühne und man muss ihm lassen, dass das gesanglich bisher sein bester Auftritt war. 

Vanessa Neigert trällerte wieder einmal Schlager und sucht mit ihrem Song einen Cowboy als Mann. Jürgen Drews war der Überraschungsgast im Publikum, der mit Vanessa zusammen etwas „machen will“ und ich denke mal, egal wie weit sie bei DSDS kommt, wenn „der König von Mallorca“ sie unter seine Fittiche nimmt, dann wird sie ihren Weg im Musikgeschäft gehen. Bei DSDS ist hoffentlich bald Schluß, weil nur Schlager singen einfach nicht geht. 

Daniel Schuhmacher wollte dieses Mal wohl endlich keine Schnulze singen, allerdings passte „Sweet Dreams“ irgendwie nicht so recht zu ihm und seiner Stimmfarbe. Ist mit Sicherheit ein subjektiver Eindruck und viele fanden den Auftritt superklasse. Beim Friseur war er wohl auch, wie alle extra nochmal anmerkten. Wenn’s sonst nix gibt, dann ist es eben die Frisur.

Marc hatte sich immerhin einen wirklichen Party-Song rausgegriffen und wollte mit „Celebration“ die Bühne rocken. Wie bereits letzte Woche misslang das völlig, Marc ist einfach der Boybandtyp aber kein Solokünstler. Steckt man den zusammen mit 3 oder 4 anderen gutaussehenden Jungs, kann das durchaus funktionieren, sofern vernünftige Musik und vernünftiges Management dahintersteht. Würde man Marc bei Westlife mit reinbringen, würde das keiner merken, der die Scheibe nur hört und nicht sieht, wer da singt. Zurecht wählten ihn die Zuschauer aus der Sendung.

Holger performte „We are the Champions“ und vergriff sich mit Queen einfach kilometerweit. Auch wenn er am Klavier vernünftig spielen kann, das mit dem Singen klappt einfach nicht immer so hundertprozentig. Wäre Marcs Auftritt nicht auch unterirdisch gewesen, hätte Holger eigentlich gehen müssen. Die Zuschauer sehen das allerdings nicht so, Holger ist sicher in der nächsten Mottoshow.

Dominik Büchele enttäuschte in dieser Mottoshow das erste Mal ein bisschen, allerdings nicht, weil sein Auftritt schlecht, sondern weil die Titelwahl total Panne war. „Reality“ ist natürlich wieder einmal Schmalzi Schmalzi Ballade, was wir ja nun die ganze Zeit von Dominik schon hören. Zudem ist der Song vom Schwierigkeitesgrad her nicht gerade der Burner. Da muss das nächste Mal schon etwas mehr kommen, auch wenn er natürlich sicher durch die Entscheidung gekommen ist. 

Annemarie wagte sich mit „99 Luftballons“ von Nena auf die Bühne und versuchte tapfer, die ganzen Buh-Rufen aus dem Publikum gelassen zu ignorieren. Ob das so ganz gelungen ist, ist die Frage. Der Auftritt war nicht so wirklich das, was man superstartauglich nennen kann und Ablenkung durch wenig-Klamotten gab es dieses Mal auch nicht so richtig. Die Jury kritisierte den Auftritt ebenfalls und Dieter Bohlen setzte noch einen drauf, indem er sagte, man müsse sich über Antipathie nicht wundern, wenn man einen auf „Everybody’s Arschloch“ macht.

Annemarie ist definitiv die Kandidatin, die am meisten Sympathie-Kredit verzockt hat, mit ihrer Lästeraktion gegen Holger. Man wird sehen, ob die Zuschauer sie allein aus Mobbingzwecken noch lange in der Show lassen, um sich zu freuen, wenn es wieder einmal heißt „Alle hauen auf Annemarie ein“.
Eigentlich hat sich ziemlich jeder der Kandidaten über diese ganze Situation ausgelassen, auch die Jury und die Eltern und wer auch immer haben sich ordentlich reingehängt, lange kann das also nicht mehr spannend bleiben.

 

37°: Arbeiten um jeden Preis 18 März, 2009

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So lautete der Titel der 37° Reportage auf ZDF gestern Abend.
Es ging nicht, wie man vielleicht hätte erwarten können, um Langzeit-Arbeitslose, die einen Job suchen und alles annehmen würden – nein, es ging um Leiharbeiter.

Wenn man sich nicht eingehend mit dem Thema Leiharbeit befasst, kennt man vermutlich nur die Punkte: Leiharbeiter sind flexibel, Leiharbeiter sind günstig. Wenn man die Reportage gesehen hat (die mit Sicherheit zwei extreme Fälle herausgegriffen hat, aber trotzdem), dann bekommen diese zwei Punkte eine ganz andere Bedeutung: Leiharbeiter sind bis zum Äußersten verbiegbar, Leiharbeiter sind hoffnungslos unterbezahlt.

Bei den beiden Fällen handelte es sich um einen gelernten Maurer und einen gelernten Koch.
Der Koch hatte bereits viele gute Jobs in der ganzen Welt in der Spitzengastronomie, lebte in den USA, kam für seine Partnerin zurück nach Deutschland und fand nur über eine Leiharbeiterfirma Arbeit. Er sei zu alt (53?54?), lautete es stets in den Bewerbungsabsagen.
Der gelernte Maurer arbeitete 7 Jahre lang für eine Zeitarbeitsfirma, nun ist er ohne Job. In der Regel werden die Leiharbeiter nach 5 Monaten gekündigt, um den Kündigungsschutz zu umgehen.
Aber hier frage ich mich: Einen „normalen“ Angestellten kann man doch ebenfalls in der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen oder nicht? Ist hier das Verhältnis nicht gleich?

Jedenfalls werden Leiharbeiter laut dieser Reportage nicht vernünftig eingearbeitet, nicht vernünftig behandelt, in manchen Betrieben sogar gemobbt (andere Arbeitskleidung, andere Pausenräume, zu Aushilfsarbeiten verdonnert). Und da sie alles mitmachen, aus Angst den Job wieder zu verlieren funktioniert das für manche Unternehmen wohl. Über die Bezahlung brauchen wir nicht reden, die meisten müssen zusätzlich Hartz IV beantragen, weil sie so wenig verdienen.
Natürlich ist das in anderen Berufen auch der Fall (Tagesmütter, Pflegeberufe usw.), dennoch richtig Panne.

Ich weiß nicht, ob das nun Fälle sind, wo das im speziellen so gelaufen ist oder ob es WIRKLICH die Mehrheit ist, die so behandelt wird. Wirklich erschreckend, was da abgeht, das hat mit vernünftigem Arbeiten nichts mehr zu tun. Nur wie lässt sich dieses Problem lösen?
Mindestlöhne? Nein. Das kann sich die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (sprich: der Mittelstand) noch weniger leisten, die ganzen Abgaben und Gängeleien sind schon so groß genug. Wer dann noch einen Mindestlohn erwirtschaften muss für jeden Angestellten, der wird seine Angestellten nicht alle halten können, weil damit auch die Nebenkosten und die Abgaben weiter steigen. Mehr Ausgaben = weniger Personal.
Der Schlüssel liegt vermutlich eher bei den Zeitarbeitsfirmen, die die Stellen vermitteln. Die erinnern so ein bisschen an einen schlechten Berater im Fussball. Die Stellen werden schnell verteilt und möglichst oft, damit die Zeitarbeitsfirma viel Geld damit verdient. Die Vermittelten werden dabei verheizt. Das ist das gleiche Spiel, das manche Berater mit ihren Spielern treiben und sie möglichst oft an neue Vereine verschachern, um die Provision des Transfers abzukassieren. Ob der Spieler dann wirklich Fuß fassen kann, interessiert den Berater meist weniger. Die Zeitarbeitsfirmen machen Millionengewinne und die Vermittelten haben kaum genug Geld zum Leben. Skurriler geht’s kaum.

 

Die katholische Kirche 18 März, 2009

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In der letzten Zeit taucht der Papst öfter in den Medien auf, als sonst.
Erst kürzlich entbrannte eine hitzige Diskussion darüber, dass der Papst den Piusbrüdern die Hand reichte, um nach ihrer Exkommunikation wieder in den Schoß der Kirche zurückzukehren.
Dass die Piusbrüderschaft eine judenfeindliche Einstellung vertreten und den Holocaust leugnen, das hat der Papst angeblich nicht gewusst.
Die Bundeskanzlerin macht imho den Fehler, sich dazu zu äußern und den Papst zu kritisieren, was ihr viele der extrem konservativen Wähler/Katholiken ankreideten. Am besten hätte sie nichts dazu gesagt oder jemand anderen vorgeschickt, denn dass das ein Fehltritt des Papstes war, war offensichtlich, da hätte es keinem Kommentar bedurft.

Nun reist Papst Benedikt XVI. nach Afrika, mit der Botschaft im Seggl, dass Kondome das AIDS Problem nicht lösen und zudem eine böse Sache sind, die im Christentum keinen Platz haben.
In seiner und der Vorstellung der Kirche nicht, aber wie sieht es aus in einer modernen Welt, in der nun einmal die Mehrheit der Menschen auf der Erde leben?

Man fühlt sich schnurstracks zurückkatapultiert ins Mittelalter, wenn man so etwas hört.

 

Steinmeier – Der Herausforderer 17 März, 2009

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Gestern war bei Beckmann Frank-Walter Steinmeier zu Gast. Der Herausforderer für das Kanzleramt wird momentan in alle nur erdenklichen Talk-Shows eingeladen, schließlich beginnt langsam aber sicher trotz Wirtschaftskrise der Wahlkampf und irgendwie muss Steinmeier an Profil gewinnen.
Als Außenminister ist das zugegebenermaßen nicht so einfach, aber dennoch ist Steinmeier erstaunlich unscheinbar. Auch wenn er menschlich sympathisch rüberkommt – ich kann ihn mir einfach ums Verplatzen nicht als Bundeskanzler vorstellen. Viel zu uncharismatisch, viel zu sehr graue Maus, keine Ahnung. Ich kann’s nichtmal genau in Worte fassen und ich will auch nichtmal sagen, dass Angela Merkel so viel besser ist (immerhin aber mehr Profil).

Beckmann bohrte noch ordentlich im „Fall Murat Kurnaz“ herum, dem jungen Mann, der unschuldig nach Guantanamo verfrachtet wurde und dort mehrere Jahre festsaß. Und das, obwohl alle zuständigen Geheimdienste (sowohl die Deutschen, als auch die Amerikanischen) ihn als „ungefährlich“ und „höchstwahrscheinlich unschuldig“ eingestuft hatten.
ANGEBLICH gab es nach diesen Einschätzungen ein Angebot an Deutschland, Kurnaz nach Deutschland zurückzuholen, was ANGEBLICH abgelehnt wurde, damals war Steinmeier Chef des Bundeskanzleramtes unter Gerhard Schröder.
Nun…die Presse ist sich einig, dass es dieses Angebot gab, Steinmeier bestreitet dies vehement. Fakt ist, dass Kurnaz erst nach dem Regierungswechsel wieder zurück nach Deutschland und in die Freiheit befördert wurde. Auch der Anwalt Kurnaz’ spricht von einer Ablehnung des Angebotes der Auslieferung.

Was da wirklich gelaufen ist, wird man wahrscheinlich nie wirklich erfahren. Es gibt zwar Untersuchungsausschüsse und soweiter, aber was heißt das schon. Nur die direkt beteiligten werden wissen, was gelaufen ist und die schweigen oder dementieren.

Im Übrigen:
Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass Steinmeiers Mundwinkel genauso herunterhängen, wie Angela Merkels? Darüber schreibt/redez nur niemand. Komisch :D

 

Die bösen Killerspiele 12 März, 2009

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Das ganze Thema beginnt irgendwie schon zu nerven, weil gestern den ganzen Tag und den ganzen Abend die Medien voll davon waren und sogar die Wirtschaftskrise mal kurzzeitig aus der Berichterstattung verschwand!.

Es geht primär fast gar nicht mehr um den Amoklauf selbst, sondern darum, ob „Killerspiele“ für den PC der Auslöser sind für solche Taten.

Egal wo man gestern hinschaltete, überall gab es Sondersendungen, überall mit dem gleichen Thema, nur mit anderen Gesprächs- und Diskussionsteilnehmern. Es hat keinen Tag gedauert, bis wieder blind auf die „gewaltverherrlichenden Computerspiele“ eingedroschen wurde.
Keine Frage, es gibt Spiele, die gehören nicht auf den Markt und es gibt Spiele, deren Altersfreigabe strittig sind. Hinzu kommt die nicht-immer-vorhandende Verantwortung von Verkäufern, die Jugendlichen Spiele aushändigen, die sie noch gar nicht kaufen dürften.
Vor einiger Zeit hatte Ursula von der Leyen vorgeschlagen, Elektronikmärkte zu kontrollieren, indem man jugendliche Testkäufer in Begleitung des Ordnungsamtes losschickt und ausprobiert, ob die Minderjährigen Computerspiele verkauft bekommen, für die sie eigentlich noch zu jung sind. Eine Welle der Empörung ging durch die Parteien und einige Teile der Bevölkerung, dass solche „Tests“ unverantwortlich seien, dass man Jugendliche nicht missbrauchen darf für so etwas und soweiter und sofort. Da Counterstrike eine USK von 16 Jahren hat, hätte das für den Amoklauf von Stuttgart keine Rolle gespielt, wären diese Kontrollen eingeführt worden. Oder vielleicht doch? Wie lange spielte der Täter schon CS? Vielleicht auch minderjährig gekauft? Man weiß es nicht.
Wenn man den Verkauf solcher Spiele kontrollieren will, dann wird man um eine Test-Kauf-Regelung nicht herumkommen. Ich sehe keinen anderen Weg, außer diesen, um die Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft der Verkäufer und Märkte zu testen und zu kontrollieren. Nicht umsonst haben Spiele und Filme eine Altersfreigabe (auch wenn diese manchmal strittig ist) und schließlich kann ein Kneipenwirt auch seine Lizenz verlieren, wenn er Alkohol an Minderjährige ausschenkt und erwischt wird. Warum soll diese Kontrolle nicht auch bei so etwas möglich sein?

Unabhängig davon wird wieder viel Trara um Verbote gemacht. Doch was bringt es, Computerspiele dieser Art zu verbieten? Wo zieht man die Grenze? Ist also ein Ballerspiel, in dem man Aliens über den Haufen bollert genauso gewaltverherrlichend und „gefährlich“? Was ist mit World of Warcraft? Ist es gewaltverherrlichend, auch wenn sich der Spieler in einer Fantasywelt bewegt?
Und selbst wenn, könnte Deutschland nur ein Verbot landesweit aussprechen, was nicht verhindern würde, dass man sich aus anderen Ländern die englische Version eines solchen Spiels kaufen kann, von den Möglichkeiten sich illegal im Internet Zutritt zu verschaffen mal ganz zu schweigen.

Verbote bringen einen nicht weiter, Verbote machen die ganze Sache nur noch interessanter.
Imho müssen andere Lösungsansätze gefunden werden, wie beispielsweise eben die verbesserte Kontrolle des Verkaufs. Eine Verbesserung der USK. Und vielleicht auch eine verbesserte Kontrolle darüber, was für Spiele überhaupt auf den Markt (also generell, nicht nur den deutschen Markt) kommen dürfen. Das ist zumindest der Teil, den man in der Spieleindustrie leisten kann.

Andere Faktoren, die viel entscheidender sind als das Computerspiel, sind doch das soziale Umfeld, die Familie, teilweise auch die Schule.
Dort sollte man nach den Ursachen suchen und nicht primär bei einem Computerspiel. Ein Mensch, der in einem normalen sozialen Umfeld lebt und eine einigermaßen intakte Familie hat, wird mit Sicherheit nicht zum Amoklauf verleitet, nur weil er CS spielt. Warum merken Eltern nicht, wenn sich ihr Kind verändert? Die Eltern sind doch eigentlich diejenigen, die am nähesten dran sind. Ich kann kaum glauben, dass eine Mutter (wenn der Vater schon dauernd arbeiten ist) nicht bemerkt, wenn ihr Kind zum Außenseiter wird. Und noch weniger, dass sie sich nicht darum kümmert. Sind viele Eltern heute vielleicht viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt?
Die Frage, ob Lehrer in der Lage sein müssten, solche Entwicklungen zu erkennen, ist schwer zu beantworten. Lehrer stehen vor der Situation, dass sie 30 Kinder und mehr in einer Klasse betreuen müssen. Wie sollen sie da genügend Zeit für jeden Einzelnen aufwenden? Ist das überhaupt machbar? Und wenn sich jemand immer unauffällig benimmt, wie soll ein Lehrer auf den Gedanken kommen, dass er zum Amokläufer wird? Nicht jeder introvertierte Mensch trägt unkontrolierbare Aggressionen mit sich herum.
Zudem hatte der Amokläufer von gestern 2007 seinen Realschulabschluss gemacht, bestanden und war schon längst von der Schule abgegangen und in einen Ausbildungsplatz gekommen. Hätte da jemand erwarten können, dass er in seine alte Schule geht und Massaker veranstaltet? Es gab ja zunächst kein offensichtliches Rachemotiv gegen die Schule, wie in Erfurt 2002, wo der Knabe wohl durchs Abitur gefallen war, wenn ich nicht schief liege.

Wie dem auch sei, der Kommentar eines Psychologen trifft es ziemlich genau auf den Punkt:
„Die Ego-Shooter sind nicht der Auslöser für einen Amoklauf. Sie bringen nur das in einem Menschen zum Vorschein, was vorher ohnehin schon da war.“

Früher, als es noch keine Videospiele in der Form gab, waren es die Horrorfilme, auf die eingedroschen wurde, heute ist es eben „moderner“.
Aber das kratzt eben nur an der Oberfläche und löst das gesellschaftliche Problem dahinter nicht.

Wer zu dem Thema Web-TV schauen will, dem kann ich die gestrige Sendung von hart aber fair ans Herz legen, immerhin haben die sich die Mühe gemacht und einen Schülersprecher eingeladen, der auch Counterstrike spielt ;)

Link zum Web-TV

 

16 Tote bei Amoklauf 11 März, 2009

Gespeichert unter: Gesellschaft, Nachrichten — amazingfufu @ 16:05
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Die ersten offiziellen Zahlen sind zum Amoklauf in der Nähe von Stuttgart an einer Realschule an die Medien gegeben worden. 16 Tote (unter anderem 2 unbeteiligte Passanten) soll es nun schon geben, unter ihnen der 17jährige Amokläufer, der wohl ehemals Schüler auf der Realschule war. Bei der Flucht (wie kann ein 17jähriger 40km vom Tatort wegkommen?) wurde der junge Mann wohl niedergeschossen.

Die Internetforen glühen bereits, weil in vielen Communities bereits klar ist, dass wieder sinnlos auf die Computerspiele eingedroschen werden wird. Es dauerte tatsächlich keine lange Zeit, bis die Tat damit öffentlich in Verbindung gebracht wurde, nämlich beim Mittagsmagazin auf der ARD.

Naja, wir werden in den nächsten Tagen sicherlich noch das ein oder andere darüber hören/lesen. Auch über das Motiv. Wahnsinn, was treibt einen Menschen zu so einer unvorstellbaren Tat? Warum hat vorher nie jemand etwas bemerkt?

 

Der Otto Versand schickt Jungstil online 11 März, 2009

Gespeichert unter: Gesellschaft, popular — amazingfufu @ 12:25
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In Zeiten der Krise macht es sich immer gut, die Kunden mit Sparangeboten zu locken.

Das hat auch der Otto Versand erkannt und schickt mit „Jungstil“ eine neue junge Marke auf den Markt, die nur über das Internet vertreiben, keine Kataloge aussenden und angeblich damit die günstigen Preise anbieten können.
Für Frauen gibt es T-Shirts bereits ab ~7 Euro, was wirklich sehr günstig ist.

Das Konzept ist ganz interessant, könnte sogar funktionieren. Wer Interesse hat:
www.jungstil.de

Geshootet werden junge „Models“ wie Ex-Verlobte-Becker-Sandy oder Fiona Erdmann aus Germany’s Next Topmodel. Ein Highlight mal rausgesucht:

Fiona Erdmann

Fiona Erdmann

Daran sollte man vielleicht noch arbeiten :ugly:

 

Amoklauf in Realschule bei Stuttgart 11 März, 2009

Gespeichert unter: Gesellschaft, Nachrichten — amazingfufu @ 11:57
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Amoklauf in deutscher Schule In einer Schule im baden-württembergischen Winnenden bei Stuttgart hat es einen Amoklauf gegeben. Einem Polizeisprecher zufolge gab es mindestens ein Todesopfer. Der Täter ist auf der Flucht. In einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden bei Stuttgart hat es einen Amoklauf gegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers in Waiblingen gab es mindestens einen Toten. Vermutlich seien sogar zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei in die Innenstadt geflohen. Nähere Informationen gab die Polizei in Stuttgart zunächst nicht. Die zuständige Polizeidirektion in Waiblingen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

stern.de

Großartig, wieder so ein Wahnsinniger. Bestimmt zuviel Ego-Shooter gespielt (Achtung Ironie). Da geht nun in den Medien die gleiche VorurteilsDebatte wie sonst auch wieder los, Freude.

 

Alles bleibt wie’s ist… 25 Februar, 2009

Karneval/Fasching/wasauchimmer ist heute vorbei, denn bekanntermaßen ist Aschermittwoch.
Die Welt befindet sich immer noch in einer Wirtschaftskrise, von der niemand weiß, was sie noch bringen wird.
Die deutsche Politik diskutiert über Verstaatlichung von Banken, bevor noch mehr den Bach runtergeht.
Die Deutsche Bank übernimmt die Postbank, wenn das mal gutgeht.
Die deutsche Politik diskutiert auch über Knete für Opel, damit nicht halb Rüsselsheim arbeitslos wird.
Die deutschen haben btw. einen neuen Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg.
Die Oscars wurden letztes Wochenende wieder einmal verliehen und endlich gehörte Kate Winslet zu denen, die Einen mit nach Hause nehmen durften.
Die Unterhaltungs Casting-Shows plätschern im wöchtenlichen Rhythmus im TV-Abendprogramm vor sich hin und bieten nichts Neues, spannendes, immerhin gehen bei DSDS bald die Motto-Live-Shows los.
Es gibt immer mal wieder Flame-Kommentare im Blog.
Bei Ben gibt es bald Nachwuchs.
Victoria von Schweden darf ihren bürgerlichen Freund, der Fitnesstrainer ist, heiraten.
Die Frankfurter Eintracht gewinnt tatsächlich gegen den KSC mit 1:0 auswärts.

Also….alles bleibt, wie’s ist…oder auch nicht.